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At the 8th Annual European Financial Services Conference in Brussels yesterday, Blogactiv spoke to Eddy Wymeersch, Chairman of the Committee of European Securities Regulators. We asked about the role banks must play in any future form of the financial services industry.

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The article referenced in the interview can be found here: EU on cusp of new short selling rules

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  1. Es ist angsteinflößend. Just in dem Moment, in dem die Finanzkrise zur flächendeckenden Staatsschuldenkrise wird, beschließen die Europäer, Finanzkrisen auch künftig nicht zu verhindern. Genau das jedenfalls würde der vorläufige Verzicht der Europaparlamentarier auf strengere Eigenkapitalregeln bedeuten. Eigentlich schien es schon beschlossene Sache: Ab Anfang 2011 sollten Banken ihre Wertpapiere im Handelsbuch mit bis zu viermal soviel Eigenkapital unterlegen müssen wie bislang. Von allen Reformvorschlägen für die Finanzmarktregulierung, die seit Ausbruch der Finanzkrise im Gespräch sind, war dieser der wichtigste. Denn härtere Eigenkapitalregeln sind das vielversprechendste Instrument, um Finanzkrisen wirklich vorzubeugen.
    Es ist ein ungeheuerlicher Erfolg der Bankenlobby, den EU-Parlamentariern diese nötige Reform ausgeredet zu haben. Denn sie haben nur denkbar dünne Argumente auf ihrer Seite. Zwar stimmt es, dass europäische Banken durch das Gesetz gegenüber US-Instituten an Wettbewerbsfähigkeit verlieren würden, weil die Amerikaner die neuen Regeln vorerst nicht einführen wollen. Aber aus Sicht der Politik dürfte das nicht den Ausschlag geben. Auch das Totschlagargument der Branche, härtere Kapitalregeln würden die Kreditvergabe an den Mittelstand bremsen, ist dünn. Denn die Regeln beträfen vor allem Banken mit großem Handelsgeschäft. Der Großteil der Kredite aber kommt zumindest hierzulande von kleinen Sparkassen und Genossenschaftsbanken.
    Wenn alle Staaten stets darauf warten, dass die anderen mit der Regulierung vorangehen, wird nie etwas passieren. Und wenn die Regierungen erst dann mit der Krisenprävention beginnen, wenn die Finanzmärkte endlich so entspannt sind wie ein Parlamentarier nach der Sommerpause, wird das System auch nicht stabiler. Sicher ist es gefährlich, die Banken zu belasten, solange die Krise noch nicht voll überstanden ist. Noch gefährlicher ist es aber, lange auf diesen Moment zu warten.

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